Berliner Metalldialog zum Recycling in der Metallindustrie

05.12.2016

Recycling spielt für den Klima- und Ressourcenschutz eine entscheidende Rolle. Auch die Politik hat sich diesem Thema angenommen und debattiert derzeit über das sogenannte Circular Economy Paket. Für den 23. Januar 2017 wird die Entscheidung des Europäischen Parlaments hierüber erwartet. Metalle pro Klima hat aus diesem Anlass im Rahmen des Berliner Metalldialogs eine Paneldiskussion zu den Herausforderungen und Chancen des Metallrecyclings veranstaltet.

Dr.-Ir. Egbert Lox, Oliver Krischer, Dr. Herlind Gundelach, Dr. Andreas Jaron, Johann-Friedrich Dempwolff, Franzsika Erdle, Dr. Mark Mistry

Johann-Friedrich Dempwolff, Vice-President von Johnson Controls, legte dar, dass die Metallindustrie im Bereich Recycling sehr aktiv sei. So liegen die Recyclingquoten bei der weit verbreiteten Blei-Säure-Autobatterie z.B. bei rund 99%. Die CDU-Abgeordnete Dr. Herlind Gundelach ergänzte, dass man vor allem bei anderen, nichtmetallischen Stoffen höhere Recyclingquoten erreichen sollte. „Metalle sind der Bereich, bei dem man sehen kann, wie weit man beim Recycling kommen kann“ bestätigte ihr Kollege aus dem Bundestag Oliver Krischer von den Grünen.

Handlungsbedarf gäbe es bei der Verhinderung illegaler Exporte. Hierzu zählen Schrotte, Alt-Elektrogeräte und Altfahrzeuge. Dr. Andreas Jaron, Referatsleiter im Umweltministerium, verwies hierbei auf die Europäische Ebene und das Circular Economy Paket, welches sich derzeit im Gesetzgebungsprozess befindet.

Für Prof. Dr. Ir. Egbert Lox, Vice-President der Umicore, sind beim Thema Recycling jedoch nicht nur Politik und Wirtschaft gefordert. Man müsse auch die Gesellschaft mitnehmen und das Bewusstsein für Recycling weiter stärken.