985 t CO2 p.a.

Durch Wärmerückgewinnung werden ca. 985 t CO2 p.a. vermieden.

Effiziente Wärmerückgewinnung aus Rauchgas

Ein wichtiger Fertigungsschritt bei der Aluminiumverarbeitung ist die Wärmebehandlung. Der Wärmebehandlung folgt die Abschreckung der Teile in temperierten Wasserbädern. Der umfangreiche Warmwasserbedarf der OTTO FUCHS KG wird durch ein betriebseigenes Kesselhaus und ein umfangreiches Warmwassernetz abgedeckt, das mit einer Temperatur von 140 Grad Celsius gefahren wird. Im Gegensatz zu klassischen Verfahren, wird bei OTTO FUCHS heute ein Schichtwasserspeicher zur hydraulischen Entkoppelung der Heißwasserkreisläufe eingesetzt. Dadurch kann das Heißwasser direkt zur Anlagenbeheizung oder alternativ zur Stützung des Hauptwasserkreislaufs verwendet werden. Optional können weitere Rückgewinnungskreisläufe in den Hauptkreis der Kesselanlage integriert werden. Im Rahmen einer geplanten Erweiterung des Standortes Meinerzhagen musste das vorhandene Heißwassernetz dem gesteigerten Mengenbedarf angepasst werden. OTTO FUCHS suchte dabei eine innovative Lösung, um den zusätzlichen Wärmebedarf über eine Rauchgasgewinnung zu decken.

 

 

In dem neuen Verfahren wird das mit bis zu 900°C heiße, hochenergetische Rauchgas aus der Produktion mittels frequenzgesteuertem Ventilator durch einen Luft/ Wasser-Röhrenwärmetauscher gesaugt. Nachdem die Energie des Rauchgases auf den Industriewasserkreis übertragen worden ist, gelangt das nun stark abgekühlte Gas über den Ofenkamin in die Atmosphäre. Bei Ausfall des Wärmetauschers wird das Rauchgas konventionell abgeführt. Das Gesamtkonzept zur Wärmerückgewinnung wurde als mehrstufiges Bausteinsystem ausgelegt. Nach erfolgreicher Umsetzung der ersten Pilotstufe an einem Drehherdofen zur Titanbearbeitung im September 2010 ist im November 2011 ein weiterer Rauchgaswärmetauscher an einem vergleichbaren Ofenaggregat integriert worden. Beide Wärmetauscher können bei einer durchschnittlichen Rauchgastemperatur von 850°C eine Energiemenge von 700 kWh auf das Heißwassernetz übertragen. Seit September 2010 konnten so 4.052 MWh übertragen werden. Bei einem CO2-Äquivalent von 243g/kWh (Erdgas L) für die alternative Erzeugung über Primärenergieeinsatz im zentralen Kesselhaus konnte die OTTO FUCH KG somit ca. 985 t CO2 vermeiden.


Das Unternehmen

Otto Fuchs KG
Derschlager Straße 26
58540 Meinerzhagen

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Hinrich Mählmann
persönlich haftender Gesellschafter
E-Mail: maehlmann.hi@otto-fuchs.com