20.000 t CO2 p.a.

Durch die Schutzschicht, die durch das Feuerverzinken auf die Gittermastteile aufgetragen wird, erhöht sich ihre Produktlebenszeit erheblich. Ressourcen werden eingespart, CO2-Emissionen vermieden.

Feuerverzinkte Gittermaste

Durch den witterungs- und umweltbedingten Einfluss auf Metallwerkstücke verursacht die daraus resultierende Korrosion enorme Schäden. Stahlgittermaste, besonders durch ihre Funktion als Stützpunkte in Starkstromfreileitungen bekannt, sind korrosiven Einflüssen ganzjährig ausgesetzt. Ohne wirksamen Korrosionsschutz zeigt sich nach 30 bis 40 Jahren ihre Substanz im Regelfall so angegriffen, dass sie vollständig ersetzt werden müssen. Das erzeugt bei der Herstellung der Gittermaste für den Ersatzneubau hohe Kosten und zusätzlichen Ressourcenverbrauch, sowie CO2-Emissionen durch deren Produktion und späteren Transport.

Feuerverzinkung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Feuerverzinkung stellt hierfür eine optimale Maßnahme zum Schutz der Gittermaste dar. Die Einzelteile der späteren Gittermaste werden hierbei in geschmolzenes Zink eingetaucht, das bei 450 Grad Celsius flüssig gehalten wird. Dadurch entsteht auf den Stahlteilen ein Zinküberzug, der sich gegenüber Umwelteinflüssen als äußerst widerstandsfähig auszeichnet. Der Überzug setzt sich aus einer Eisen-Zink-Legierungsschicht mit zunehmender Zinkkonzentration in Richtung Oberfläche zusammen. Diese Schutzschicht ermöglicht eine deutliche Verlängerung der Produktlebenszeit und zögert somit den Ersatzneubau der Gittermaste deutlich hinaus.

Die Wiegel Parey GmbH & Co KG stellt feuerverzinkte Gittermaste her. Das Unternehmen der Wiegel-Gruppe ist einer der Partner beim Ausbau des Leitungsnetzes quer durch Deutschland. In den nächsten Jahren wird das Netz an Land weiter ausgebaut. Damit das umfangreiche Versorgungsnetz ausgebaut und betrieben werden kann, ist der Bau von neuen Höchstspannungsleitungen und in diesem Zuge von Gittermasten erforderlich.

 

Gittermaste sind für die Stromübertragung über weite Strecken unverzichtbar

Gittermaste sind für die Stromübertragung über weite Strecken unverzichtbar

 

Um für diesen Netzausbau leistungsfähig zu sein, hat das Unternehmen ein neues Produktionsgelände mit sechs Hektar gekauft und baut dort vier vorhandene und acht neue Fertigungs-Straßen ein, womit die Kapazität von 12.000 auf 20.000 Tonnen im Jahr erhöht wird. Durch die Investition in Höhe von 15 Millionen Euro wird Wiegel Parey in Europa das stärkste Unternehmen in diesem Sektor.

Feuerverzinkte Gittermaste kombinieren Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung

Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit über einen langen Zeitraum und um die Energiewende voranzubringen, spielt die Lebensdauer der feuerverzinkten Maste eine entscheidende Rolle. Der durch Feuerverzinkung auf die Stahlgittermaste aufgebrachte Korrosionsschutz erhöht die Standzeit der Maste im Schnitt von 30 auf über 50 Jahre, daraus resultiert eine um den Faktor 1,6 höhere Lebensdauer, gegenüber einer hochwertigen Farbbeschichtung. Würden die Gittermaste unverzinkt und somit nicht korrosionsgeschützt ausgeliefert, so müsste die 1,6fache Menge hergestellt werden. Wird – was oft geschieht – die Feuerverzinkung nachträglich noch beschichtet, so verdoppelt sich in
etwa diese Erhöhung der Lebensdauer nochmals.

Statt der jährlichen Gittermastproduktion von 20.000 t bei Wiegel errechnet sich somit theoretisch ohne die Feuerverzinkung und den daraus resultierenden Korrosionsschutz eine Jahresbedarfsmenge von insgesamt 32.000 t. In Folge der längeren Standzeiten müssen so pro Jahr 12.000 t Gittermaste – das entspricht fast der Masse von 2 Eiffeltürmen – wegen nicht eintretender Korrosionsschäden auch nicht ersetzt bzw. instandgesetzt werden. Bei der Produktion von 12.000 t Rohstahl fallen durchschnittlich 20.000 t CO2 an – diese Emissionen werden durch die Feuerverzinkung der entsprechenden Menge bei Wiegel vermieden. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von etwa 5.500 gasbeheizten Einfamilienhäusern in Deutschland. Die feuerverzinkten Stahlgittermaste transportieren so nicht nur Energie von Nord- nach Süddeutschland, sondern schonen durch den geringeren Ressourcenverbrauch das Klima im Rahmen der Energiewende.


Das Unternehmen

WIEGEL Parey GmbH & Co KG
Genthiner Str. 6
39317 Elbe-Parey / OT Parey

Ansprechpartnerin

Dr.-Ing. Birgit Postrach
Kaufmännische Leitung / Qualitätsmanagement
E-Mail: b.postrach@wpp.wiegel.de