29 t CO2 p.a.

Aufgrund präventiver Maßnahmen und einer längeren Lebensdauer der Verzinkungskessel, werden in der Unternehmensgruppe ca. 29 t CO2 im Jahr
eingespart.

Feuerverzinkung schützt vor Korrosion

Da Stahl und Eisen steter Korrosion durch die Umwelt ausgesetzt sind, werden in der Regel beide Materialien zur Verlängerung von Produktlebenszyklus und Ressourcenschonung verzinkt. Beim Prozess des Feuerverzinkens wird das Metall in geschmolzenes Zink getaucht, das in den Stahlkesseln bis auf eine Temperatur von etwa 450°C erhitzt wird. An der Oberfläche bilden sich bei diesem Vorgang eine Legierungsschicht aus beiden Materialien und darüber zusätzlich eine reine Schutzschicht aus Zink.

Der Verzinkungskessel unterliegt durch Befeuerung an verschiedenen Stellen einem temperaturabhängigen Verschleiß. Das erfordert eine ständige Kontrolle, um einem Kesselbruch vorzubeugen. Regelmäßige Ultraschall-Messungen im mit Zink gefülltem Kesselinneren ermöglichen es, die Wandstärke des Stahlkessels zu überprüfen und eine näherungsweise Vorhersage für die restliche Kessellebensdauer zu treffen. Die sogenannten „USI-Messungen“ (Ultraschall-Innenmessungen) werden manuell und mit speziell entwickelten Sonden unter Produktionsbedingungen im 450°C heißem Zink durchgeführt.

 

Anwendung innovativer Messtechnologie zur Erhöhung der Lebensdauer von Stahlkesseln im Verzinkungsprozess

Anwendung innovativer Messtechnologie zur Erhöhung der Lebensdauer von Stahlkesseln im Verzinkungsprozess

 

Der Kesselverschleiß ist mittels gezielter Einstellungen der Ofenbrenner zusätzlich zu reduzieren. Verzinkungsöfen verfügen in der Regel über mehrere Brenner, die zu sehr unterschiedlich gelagertem Verschleiß am Kessel führen. Die Auswertung des Ultraschalls macht es möglich, die Brennereinstellungen an die unterschiedlichen Wanddicken des Kessels anzupassen. Dünnere Stellen sind dadurch gezielt mit einem geringeren Temperatureinsatz materialeffizient zu schonen. Im Schnitt ist es möglich, den Life-Cycle-Gedanken zu fördern und notwendige Kesselwechsel für einen Zeitraum von 12 – 24 Monate hinaus zu verzögern, ohne dabei das Risiko eines Kessel-durchbruches zu erhöhen. Aufgrund dieser präventiven Maßnahmen und der sich daraus ergebenden längeren Lebensdauer der Kessel, werden in der Unternehmensgruppe ca. 29 t CO2 im Jahr eingespart. Diese würden bei der Herstellung der Stahlkessel durch Umschmelzung und Bearbeitung anfallen.


Das Unternehmen

WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG
Hans-Bunte-Straße 25
90431 Nürnberg

Ansprechpartner

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Abteilungsleiter Technik
E-Mail: P.Zorn@wvw.wiegel.de