5.000 t CO2 p.a.

Diese Maßnahme entspricht einem durchschnittlichen Jahresverbrauch an CO2 für Heizen und Warmwasser von 2.500 Ein-Personen-Haushalten.

Wärme für den Nachbarn

Wärme für den Nachbarn

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Aleris-Werk in Koblenz betreibt die Avangard Malz AG eine Produktionsstätte, in der pro Jahr rund 80.000 Tonnen Malz aus Braugerste hergestellt werden. Für den Trocknungsprozess benötigt das Unternehmen erhebliche Wärmemengen. Um die Wärmeversorgung langfristig auf eine sichere und wirtschaftliche Grundlage zu stellen, wurde der Bau eines Biomasse-Heizkraftwerkes erwogen. Als Alternative bot sich an, Avangard mit Wärme aus den Schmelz- und Halteöfen der Aleris-Gießerei zu versorgen.

 

Die Abwärme aus dem Gießereiprozess wird über Wärmetauscher in heißes Wasser überführt. Über eine neu errichtete Fernwärmeleitung mit einer Länge von rund 1.200 Metern wird die im Wasser gespeicherte Wärme zur Mälzerei transportiert. Die gesamte Umlaufmenge beträgt etwa 80.000 Liter. Es handelt sich um ein geschlossenes, korrosionsgeschütztes System, in dem voll entsalztes Wasser zirkuliert. In der Mälzerei wird dem Wasser die Wärme über Wärmetauscher entzogen und für den Trocknungsprozess von Grünmalz zu Malz verwendet. Im abgekühlten Zustand fließt das Wasser in die Gießerei zurück und der Prozess beginnt von Neuem.

 

Foto: Gero Breloer für Metalle pro Klima

Ofen in der Aleris-Gießerei. Foto: Gero Breloer für Metalle pro Klima

Für beide Unternehmen bringt das Projekt Vorteile: Aleris kann die Abwärme aus dem Gießereiprozess einer weiteren energetischen Nutzung zuführen und erhält eine angemessene Vergütung für die Wärmelieferung. Avangard spart Investitionen in eigene Wärmeerzeuger und es wird keine zusätzliche Primärenergie benötigt. Mindestens ebenso bedeutsam ist, dass das Projekt große Umweltvorteile hat, indem wertvolle Primärenergie gespart und der CO2-Ausstoß verringert wird. Für das Projekt haben die Partner jeweils etwa zwei Millionen Euro aufgewendet.

Zur Erhöhung der Wärmemenge die von Aleris geliefert wird, wurde im Frühjahr 2015 ein zusätzliches hocheffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW)- mit einer Leistung von ca. 2,5 MW installiert. Beim Bau dieser Anlage wurde auf die neuste Technik zurückgegriffen um den hohen Ansprüchen aus den Bereichen Umweltschutz und Arbeitsschutz gerecht zu werden.

Von der Leistung werden 1,0 MW als elektrischer Strom ins firmeneigene Netz gespeist und ca. 1,2 MW Wärmeleistung in die Fernwärme überführt.

Dadurch kann die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen langfristig gesichert und der CO2-Ausstoß bei Avangard nochmals erheblich reduziert werden. Die bestehende Restwärme im Fernwärmesystem soll in einem weiteren Ausbauschritt für den eigenen Bedarf bei Aleris (z. B. Hallenbeheizung) genutzt werden.


Das Unternehmen

Aleris Rolled Products Germany GmbH
Carl-Spaeter-Straße 10
56070 Koblenz

Ansprechpartner

Alfons Schumacher
Projektleiter Special Enviromental Projects
E-Mail: alfons.schumacher@aleris.com