Brüssel-Dialog zum Mobilitätspaket der Kommission

12.12.2017

Die Europäische Kommission hat am 8. November 2017 ihr neues Mobilitätspaket vorgelegt. Zu diesem Anlass hat Metalle pro Klima in Brüssel zu einem Dialog zwischen Politik und Industrie zum Thema „Mobilität von morgen – CO2 reduzieren und Wertschöpfung in Europa erhalten“ eingeladen.

Das Mobilitätspaket regelt insbesondere den CO2-Ausstoß von Pkw bis 2030. Hierfür sollen die CO2-Emissionen von Fahrzeugen im Flottendurchschnitt ab 2025 um 15% und ab 2030 um 30% niedriger sein, als die ab 2021 neu geltenden Grenzwerte. Damit hat sich die Europäische Kommission gegen eine starre Quote für emissionsarme Fahrzeuge entschieden und stattdessen einen technologieoffenen Ansatz gewählt, der den Herstellern Anreize zum Verkauf solcher Pkw setzt. Aus Sicht der Grünen-Abgeordneten Rebecca Harms gehen die Kommissionsvorschläge nicht weit genug: „ Die Industrie muss ehrgeiziger werden,“ fordert Harms. Rolf Diemer, Referatsleiter in der Generaldirektion Verkehr, steht jedoch fest hinter dem Legislativpaket seines Hauses und bezeichnete es als ambitioniert und ausgewogen zugleich.

Franzsika Erdle, Dr. Michael Niese, Kjetil Ebbesberg, Hendrik Kafsack, Roland Leder, Rebecca Harms, Ulrich Becker und Dr. Rolf Diemer

Ulrich Becker, CEO von KME, betont, dass auch bei Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr ganzheitlich gedacht werden muss. Dies beginnt bei der Produktion der Werkstoffe im Fahrzeug und endet beim Recycling nach der Nutzungsphase. Auch Kjetil Ebbesberg, Executive Vice President von Hydro Aluminium, unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung. „Bei der Produktion von einer Tonne Aluminium in China wird um ein Vielfaches mehr CO2 freigesetzt, als bei der Produktion derselben Tonne in der EU.“

Bereits in seiner Begrüßungsrede wies auch der Vorsitzende von Metalle pro Klima, Roland Leder, darauf hin, dass dem Klimaschutz ein Bärendienst geleistet wäre, wenn im Pkw benötigte Nichteisenmetalle vermehrt aus dem Nicht-EU-Ausland importiert werden müssten. Darüber hinaus stellte er klar: „Ob Kupfer für die Elektromobilität, Blei für die Start-Stopp-Batterie oder Aluminium für den Leichtbau – eine CO2-Reduktion im Verkehr gelingt nur mit Nichteisenmetallen“.

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