#Mobilitätsmacher Leichtbau

30.03.2017

Der Verkehrssektor ist für rund 25 Prozent aller Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich und spielt daher für den Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Für die Reduktion dieser Emissionen ist über alle Verkehrsträger und Antriebstechnologien hinweg der Einsatz von Nichteisenmetallen (NE-Metallen) notwendig. Leichtbau ist dabei ein wichtiger Aspekt. Durch die Verringerung des Fahrzeuggewichts verringert sich auch der Energie- bzw. Kraftstoffbedarf und somit die CO2-Emissionen.

Gespräch mit Gesine Meißner, Claudia Schmidt und Ismail Ertug

Da die europäische Gesetzgebung entscheidend für die Entwicklungen des Verkehrssektors ist, hat Metalle pro Klima gemeinsam mit Claudia Schmidt, Mitglied im Europäischen Parlament und im Verkehrsausschuss für die EVP, erstmals zu einem Hintergrundgespräch ins Europäische Parlament eingeladen, um sich zum Thema Leichtbau im Verkehr auszutauschen. An dem Gespräch nahmen außer Claudia Schmidt noch zwei weitere Abgeordnete aus dem Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments teil, Gesine Meißner (ALDE) und Ismael Ertug (S&D), sowie Vertreter von zwei MpK-Mitgliedsunternehmen.               

Gleich zu Beginn des Gesprächs legten die Unternehmensvertreter dar, welche Leichtbaulösungen Emissionen im Verkehrssektor verringern können. So findet durch eine Leichtbaukarosserie eine Umkehr der Gewichtsspirale statt, da dadurch ein leichteres Fahrwerk, leistungsärmere Motoren und reduzierte Tankvolumen notwendig sind. Auch wurde die Verbindung zu innovativer Elektromobilität aufgezeigt. Hierzu forscht die NE-Metallindustrie gemeinsam mit der Universität Magdeburg an Ultra-Leichtbau-Radnaben-Motoren.

Darüber hinaus wurde betont, dass beim Thema Klimaschutz eine ganzheitliche Betrachtung erforderlich sei. Der Recycling-Aspekt ist dabei ganz entscheidend. NE-Metalle können ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Dabei wird bis zu 95 Prozent weniger Energie als bei der Primärerzeugung benötigt. Allerdings fehlen hier regulatorische Vorgaben für ein „Design for Recycling“, damit schon bei der Produktion die Recyclierbarkeit am Ende der Nutzungsdauer berücksichtigt wird und somit die Voraussetzungen für ein umfängliches Recycling und effektiven Klimaschutz gesetzt werden.