Informationsbroschüre: Mobilität von morgen gestalten

29.03.2017

„Mobilität von morgen gestalten“ – so das Jahresthema von Metalle pro Klima. Die Broschüre informiert über den Einsatz von Metallen für die Mobilitätswende und zeigt anschaulich, welche Metalle dabei eine besonders wichtige Rolle spielen. Denn klimafreundlicher Verkehr kann nur mit Nichteisenmetallen gelingen.

Effektiver Klimaschutz ist einer der großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, zu deren Gelingen Bürger und Unternehmen gleichermaßen beitragen müssen. Dies gilt für den Verkehrssektor, der für rund 25 % aller CO2-Emissionen in der EU verantwortlich ist, genauso wie für die Nichteisen-Metallindustrie, die gerade in Deutschland neue Maßstäbe hinsichtlich effizienter Produktion und Verarbeitung setzt (ausgewählte Best-Practice-Beispiele finden Sie unter www.metalleproklima.de/best-practices). Für eine weitere Emissionsreduktion im Straßenverkehr spielen NE-Metalle eine herausragende Rolle.

Nichteisenmetalle tragen dazu bei, die Kraftstoffeffizienz von konventionell angetriebenen Fahrzeugen zu steigern. So kann beispielsweise durch die Start-Stopp-Technologie der CO2-Ausstoß um ca. 5 g CO2/km reduziert werden. Diese Technologie funktioniert nur dank hochmoderner Bleibatterien. Sie erlauben eine große Zahl von Motorstarts, eine längere Energieversorgung bei ausgeschaltetem Motor und die Wiedergewinnung von Energie z. B. durch die Bremskraft. Weitere 5 g CO2/km lassen sich durch die Verwendung von Sondermessingen in Doppelkupplungsgetrieben einsparen.

 

CO2-Emissionen können durch einen höheren Aluminiumanteil im Fahrzeug reduziert werden. Aluminiumkarosserien z. B. sind rund 35 % leichter als herkömmliche Karosserien, ohne dabei Einbußen bei der Festigkeit oder Sicherheit zu haben. Sie können unabhängig von der Antriebstechnologie in allen Fahrzeugen – sowohl elektrisch angetriebene als auch mit Verbrennungsmotor – verwendet werden. Dadurch können ca. 10 g CO2/km eingespart werden. Die vorteilhaften Recyclingeigenschaften von Nichteisenmetallen gegenüber nichtmetallischen Werkstoffen macht es zum nachhaltigsten Werkstoff für den automobilen Leichtbau.

In Abhängigkeit der verwendeten Kraftstoffeffizienztechnologie können derzeit durchschnittlich 12 bis 23 % CO2-Emissionen mit Elektroautos gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eingespart werden. Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist nur mit Nichteisenmetallen möglich, da sie maßgeblich für die Funktion von Elektromotoren, Batteriesystemen und Brennstoffzellen sind. Elektromotoren mit einem besonders hohen Kupferanteil sparen über eine höhere Effizienz einen noch größeren Anteil an CO2-Emissionen ein. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden voraussichtlich ihren Strom aus Lithium-Ionen-Batterien beziehen. Diese enthalten erheblich größere Mengen an Aluminium (ca. 25 %), Kupfer (ca. 20 %) und Nickel (bis zu 15 %) als Lithium (ca. 3 %), darüber hinaus auch Kobalt. Für die Verwendung von Brennstoffzellen in Elektroautos sind u.a. Edelmetalle wie Platin notwendig.

Die Broschüre können Sie sich hier herunterladen.