Blei

02.05.2015

Anwendungen / Produkte

Blei ist ein vielseitiges Metall, das aus technischen Anwendungen ebensowenig wegzudenken ist wie aus persönlichen Lebensbereichen. Blei wird heute vorwiegend als Energiespeicher und Schutzwerkstoff verwendet. Sein größtes Anwendungsgebiet ist die Energiespeicherung in Akkumulatoren: z. B. den Autostarterbatterien. Seine hohe Dichte macht es besonders geeignet zur Abschirmung: So schützt es in der Medizintechnik vor Röntgenstrahlung und Radioaktivität, im Bauwesen dient es dem Schallschutz. Blei ist ein wichtiger Legierungsbestandteil. Seine chemische Beständigkeit gegenüber Säuren macht Blei zudem zu einem wertvollen Werkstoff zur Auskleidung von Rohrleitungen und Apparaten in der chemischen Industrie. Bleioxide werden zur Herstellung von Pigmenten für Farben und Lacke, optischen Gläsern und Halbzeugen eingesetzt.

Wirtschaftliche Bedeutung

Insgesamt wurden im Jahr 2010 in Europa 1,67 Millionen Tonnen raffiniertes Blei produziert. Weltweit lag die Produktion knapp 50.000 Tonnen über der Verwendung des Metalls (siehe nachfolgende Tabelle). Der Anteil der Produktion aus sekundären Vorstoffen erhöhte sich weltweit um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beträgt nun 75,5 Prozent der Gesamtproduktion. Die Bleinotierungen an der LME erholten sich nach dem Tiefstand von 722 Euro je Tonne im Durchschnitt des Monats Dezember 2008 um 120 Prozent auf 1.590 Euro je Tonne im Dezember 2009 und nochmals um 15 Prozent auf 1.825 Euro je Tonne bis Dezember 2010. Die Bleibestände in den von der LME zertifizierten Lagerhäusern stiegen gegenüber Dezember 2009 um knapp 62.000 Tonnen, sodass 209.000 Tonnen im Dezember 2010 verfügbar waren.