Zink

02.05.2015

Anwendungen / Produkte

Hauptverwendungsgebiet von Zink ist mit 36% die Verzinkung von Stahl zum Korrosionsschutz. 26% gehen in den Markt der Messingfabrikate. 21% Zink werden als Halbzeug in Form von Blechen (Titanzink für die Bereiche Dachdeckung, Fassade und Dachentwässerung), Drähten (thermische Spritzdrähte), Bändern (Schmelzsicherungen) und Anoden eingesetzt. 9% des Zinkeinsatzes werden in Form von Legierungen im Zinkguss weiterverarbeitet. 7% finden als Zinkoxid, Zinkpulver und Zinkstaub in unterschiedlichsten industriellen Bereichen als Zusatzstoffe vielfältigste Verwendung. Beispielsweise kommen Zinkverbindungen als Stabilisatoren für Kunststoffe zum Einsatz. Zink-Sulfate verbessern Eigenschaften in der Textil- und Kunstfaserindustrie. Bei Farben und Lacken dient Zink als Aktivpigment zur Steuerung bestimmter Lackeigenschaften wie Durchtrocknung, Pilzfestigkeit und Wetterbeständigkeit. Zinkoxide sind bei der Herstellung von Klebemitteln auf Natur- und Synthesekautschukbasis von großem Nutzen. Profile, Rohre und Stangen haben eine untergeordnete Bedeutung. International wird Zink auch als Münzmetall eingesetzt.

Wirtschaftliche Bedeutung

Für die Primärverhüttung von Zink hat sich das Jahr 2010 besser entwickelt als erwartet. Besonders die wieder anziehende Automobilkonjunktur führte ab dem Frühjahr 2010 zu einer gesteigerten Nachfrage von Zink und Zinklegierungen. Aufgrund der weltweit anziehenden Konjunktur wurden vorübergehend stillgelegte Verhüttungskapazitäten wieder in Betreib genommen. Somit bestand am Weltmarkt trotz der deutlich gestiegenen Nachfrage ein Überschuss an Zink von 264.000 Tonnen (2009: 446.000 Tonnen). Für das Jahr 2011 wird aufgrund der deutlich verbesserten wirtschaftlichen Lage von einer Nachfrage wie vor der Wirtschaftskrise ausgegangen. Somit wird sich der Überschuss auf dem Weltmarkt weiter reduzieren. Die Zinknotierungen an der LME spiegelten die Marktentwicklung nicht immer wider. Lag der monatliche Durchschnittspreis für Zink im Januar 2010 noch bei 1.702 Euro je Tonne, fiel er im Juni auf 1.427 Euro je Tonne und stieg bis Dezember wieder auf 1.725 Euro je Tonne.