Der Grünstrom-Blog

Die Bundesregierung subventioniert bereits seit rund 20 Jahren den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Infolgedessen hat deren Anteil an der Stromerzeugung inzwischen zugenommen. Die Kosten hierfür tragen die Verbraucher über die sogenannte EEG-Umlage auf den Strompreis. Der weitere Umbau der Energieversorgung wird eine große Herausforderung. Einerseits muss die Stromerzeugung noch deutlich CO2-ärmer werden, um die Klimaziele Deutschlands und der EU zu erreichen. Andererseits muss die Stromversorgung sicher bleiben und zu einem wettbewerbsfähigen Preis verfügbar sein. Dies ist die zentrale Herausforderung für den Industriestandort Deutschland: Wie kann eine wettbewerbsfähige Stromversorgung mit „grünem“ Strom organisiert werden?

Die Produkte der Nichteisen(NE)-Metallindustrie sind elementar für die Erzeugung von Grünstrom. Ob Kupfer in Windrädern und der Solarthermie, Aluminium im Stromnetz oder zahlreiche NE-Metalle in den vielfältigen Stromspeichertechnologien – diese Beispiele zeigen, dass NE-Metalle unverzichtbar für die Energiewende sind.

Allerdings ist die Metallproduktion aus physikalischen Gründen energieintensiv. Strom kommt dabei als wesentlicher Energieträger zum Einsatz. Zugleich steht die NE-Metallindustrie im internationalen Wettbewerb, da NE-Metalle zu einheitlichen Weltmarktpreisen an internationalen Börsen gehandelt werden. Mehrkosten beim Strompreis können nicht an die Kunden weitergegeben werden.

Im vorliegenden Blog soll nun breit und offen über die Zukunft des deutschen Stromsektors diskutiert werden. Dabei soll die schwierige Frage beantwortet werden, wie der CO2-Gehalt des Stroms reduziert werden kann, die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt und Strom den energieintensiven Industrien zu international wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht. Wir freuen uns auf eine ideenreiche, offene Debatte.


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30.06.2021

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