Metalle pro Klima auf der COP24 in Kattowitz

10.12.2018

Die Weltklimakonferenz findet in diesem Jahr vom 3. bis 14. Dezember im polnischen Kattowitz statt. Neben den Verhandlungen zwischen den Delegationen der einzelnen Staaten finden einige Informationsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen auf dem COP24-Gelände statt.

Metalle pro Klima hat von der Europäischen Kommission den Zuschlag erhalten, gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), dem Wuppertal Institut und dem Joint Venture Projekt Hybrit ein Side-Event am EU-Pavillon auszurichten. Thema der Veranstaltung war der Beitrag der Industrie für eine treibhausgasneutrale Wirtschaft.

Bei der gut besuchten Podiumsdiskussion, an der unter anderem Karsten Krause, Team Leader in der Europäischen Kommission, teilnahm, wurde ein besonderer Fokus auf die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in der energieintensiven Industrie gelegt. Ulf Gehrckens, Senior Vice President der Aurubis, hat ganz konkrete Beispiele aus seinem Unternehmen genannt. So könnte die Aurubis für die Produktion ihres bereits heute effizient produzierten Kupfers Wasserstoff statt Gas verwenden. Allerdings ist der Bezug von Wasserstoff in Hamburg sechsmal so teuer wie der von Erdgas. Für solch teures Kupfer würde sich kein einziger Abnehmer weltweit finden lassen. Die im Bereich der Klimaschutzregulierung tätige Juristin Lisa DeMarco betonte die Relevanz der Wirtschaftlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen. Erst wenn ein Business Case erkennbar ist, seien Banken und andere Geldgeber bereit, sich an der Finanzierung zu beteiligen.