Metalle pro Klima im Dialog: Batterien als wichtige Klimaschutz-Ermöglicher

09.07.2018

Batterien spielen eine immer wichtigere Rolle beim Klimaschutz. Sie kommen etwa als Speicherbatterie für Elektrofahrzeuge oder bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zum Einsatz. Ihr Vorzug: Auch bei volatiler Stromerzeugung können sie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicherstellen. Um die Chancen von Batterietechnologien stärker in den Fokus zu rücken, hat Metalle pro Klima zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Batterien für die Zukunft – welche Rolle spielt Deutschland?“ in den Reichstag geladen.

Prof. Dr. Martin Neumann, Dr. Anna Christmann, Dr. Mark Mistry, Dr. Christian Rosenkranz, Carsten Müller und Timon Gremmels

Dr. Christian Rosenkranz, Vice President bei Johnson Controls, machte dabei deutlich, dass neben der allseits bekannten Lithium-Ionen-Batterie noch viele weitere Batterietechnologien existieren, die zum Klimaschutz beitragen. So seien z. B. hochmoderne Blei-Säure-Batterien essentiell für die Start-Stopp-Funktion von Autos. Dr. Anna Christmann, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, plädierte für eine verstärkte Forschung im Bereich der Batterietechnologien: „Wir brauchen eine engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“

Batterien bestehen überwiegend aus Nichteisenmetallen, deren Produktion energieintensiv ist. Damit diese Werkstoffe auch weiterhin in Deutschland produziert werden können, bedarf es wettbewerbsfähiger Industrie-Strompreise. Vor diesem Hintergrund widmete sich ein Teil der Diskussion dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Timon Gremmels (SPD) unterstrich die Bedeutung des EEGs in den Anfangsjahren der Energiewende, sprach sich jedoch für eine Reform des Gesetzes aus. „Wir müssen darauf achten, dass die EEG-Kosten von 25 Milliarden Euro jährlich nicht auf 30 Milliarden ansteigen“, mahnte der CDU-Abgeordnete Carsten Müller. Noch deutlichere Worte fand Prof. Martin Neumann, der für die FDP im Bundestag vertreten ist. Er sprach unmissverständlich von der „Geldvernichtungsmaschine EEG“ und forderte stattdessen marktwirtschaftliche Systeme.

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